Administrations-Tools

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Administrations-Tools

Zur Administration gibt es folgende, bei Firebird mitgelieferte Kommandozeilen-Tools:

isqlKommandozeilen-basiertes interaktives Tool zur Ausführung von DDL- und DML-Befehlen und -Skripten.
gbakBackup, Restore.
gfixDiverse Einstellungen, Reparaturen.
gsecBenutzer-Verwaltung.
gstatStatistiken.
fbmgrNur Linux: Starten und Beenden des Firebird-Daemon.
nbackupInkrementelle Backups.
instsvcEinrichten des Dienstes.
instregEinrichten der Registry-Einstellungen.

Als umfassendes Tool zur Administration empfehlen wir IBExpert ( http://www.ibexpert.com), von dem es auch eine kostenlose Personal Edition? gibt. Dieses Tool ist allerdings nur für Windows erhältlich.

Von der Consic-Homepage können Sie außerdem kostenfrei den Consic "FbAdmin" herunterladen, ein einfaches, deutschsprachiges Administrations-Programm, das die wichtigsten administrativen Aufgaben abdeckt: http://www.consic.de/firebird.

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ISQL

Das ISQL-Tool ("Interactive SQL") befindet sich im Bin-Verzeichnis einer Firebird-Installation. Es meldet sich mit einem SQL-Prompt:

 SQL> _

Jeder Befehl muss mit einem Semikolon abgeschlossen werden, erst dann wird er ausgeführt. Befehle können sich auch über mehrere Eingabezeilen erstrecken. Die Folgezeilen haben dann CON> (Continue) als Prompt.

Erzeugen einer Datenbank

Mit dem folgenden Befehl kann eine neue, leere Datenbank angelegt werden:

 SQL> create database 'c:\test.fdb'
 CON> user 'SYSDBA'
 CON> password 'masterkey'
 CON> page_size 4096
 CON> default character set iso8859_1 ;

Eine Seitengröße von 4096 Bytes gilt als optimal für aktuelle Server-Betriebssysteme. Die Seitengröße muss ein Vielfaches von 1024 sein.

Nach dem Erzeugen einer neuen Datenbank sollte diese auf "SQL Dialect 3" umgestellt werden. Dies geschieht mit dem GFIX-Tool (siehe gesondertes Kapitel):

 gfix c:\test.fdb -user SYSDBA -password masterkey -sql_dialect 3

Verbinden zu einer Datenbank

 SQL> connect 'c:\test.fdb' user 'SYSDBA' password 'masterkey';

Mit diesem Befehl kann auch getestet werden, ob man sich zu einer Datenbank verbinden kann.

ISQL verlassen

ISQL kann mit dem Befehl QUIT; oder EXIT; verlassen werden. Bei EXIT wird die aktuelle Transaktion noch COMMIT-et, bei QUIT erfolgt ein ROLLBACK.

#AusführenEinerSQLAusführen einer SQL-Skript-Datei

 isql -i C:\DB\myscript.sql

Die Skript-Datei sollte einen CONNECT-Befehl zum Verbinden zur Datenbank enthalten. Alternativ kann die Datenbank mit Benutzername und Passwort auch direkt beim Aufruf angegeben werden:

Starten von ISQL mit direktem Verbinden zu einer Datenbank

 isql c:\test.fdb -user SYSDBA -password masterkey

Ermitteln des SQL Dialect der Datenbank

 SQL> show sql dialect;
         Client SQL dialect is set to: 3 and database SQL dialect is: 3.

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GSEC: Benutzerverwaltung

Die Benutzer für alle Datenbanken eines Dienstes werden in der Sicherheitsdatenbank security.fdb gespeichert. Es gibt immer mindestens einen Benutzer, den Datenbank-Systemadministrator SYSDBA.

Nach der Installation eines neuen Dienstes ist das Passwort von SYSDBA auf masterkey eingestellt. (Ausnahme: Firebird für Linux, s.o.)

Nur die ersten 8 Stellen eines Passworts sind signifikant. Ein Passwort sollte keine Leerstellen enthalten.

GSEC starten

GSEC kann nur vom SYSDBA gestartet werden.

Um GSEC auf dem lokalen Server zu netzen, geben Sie ein:

 gsec -user sysdba -password <password> [options]

Um GSEC für einen Server im Netzwerk zu starten, geben Sie ein:

 gsec -user sysdba -password <password> -database <databasename>

wobei <databasename> der Name der security.fdb-Datenbank auf dem Server ist.

GSEC kann als interaktives Kommandozeilen-Tool verwendet werden. Alternativ können die Befehle auch direkt in einer Kommandozeile gegeben werden.

Befehle

di[splay]Zeigt alle Benutzer an.
di[splay] <username> Zeigt alle Informationen zum angegebenen Benutzer an (außer Passwort).
a[dd] <username> -pw <password> [options] Fügt einen neuen Benutzer hinzu.
mo[dify] <username> [options] Ändert den Benutzer.
de[lete] <username> Löscht den Benutzer.
h[elp] oder ?Zeigt Hilfe an.
q[uit] Beendet den interaktiven Modus.
z Zeigt die GSEC-Versionsnummer an.

Wenn Sie den interaktiven Modus nicht starten möchten, können Sie alle Befehle direkt in der Kommandozeile eingeben. Fügen Sie dann jedem Befehl einen Bindestrich voran.

Optionen

-pa[ssword] <password>Passwort des Benutzers, der die Änderungen ausführt.
-user <username>Benutzername des Benutzers, der die Änderungen ausführt.
-pw <password>Passwort des zu ändernden Benutzers bzw. neues Passwort.
-fname <first name>Vorname des zu bearbeitenden Benutzers.
-mname <middle name>Mittel-Name des zu bearbeitenden Benutzers.
-lname <last name>Nachname des zu bearbeitenden Benutzers.

Beispiele

Füge Benutzer Elvis Presley als Benutzer ELVIS hinzu, Passwort ist Aaron:

 gsec -user SYSDBA -password masterkey
 GSEC> add elvis -pw Aaron -fname Elvis -lname Presley
 GSEC> quit

Ändere Passwort von Benutzer ELVIS auf chuck:

 gsec -user SYSDBA -password masterkey
 GSEC> modify elvis -pw chuck
 GSEC> quit

Ändere das SYSDBA-Passwort auf dem Linux-Server harry auf hamburg:

 gsec -user SYSDBA -password masterkey -database
 -> harry:/opt/firebird/security.fdb -modify sysdba -pw hamburg

Ändere das Passwort von SYSDBA auf dem Windows-Server Sally auf hannover:

 gsec -user SYSDBA -password masterkey -database
 -> sally:"C:\Program Files\Firebird\security.fdb"
 -> -modify sysdba -pw hannover

Ändere das Passwort von SYSDBA auf dem Server jake auf TCP-Port 3051 auf london:

 gsec -user SYSDBA -password masterkey -database
 -> jake/3051:/opt/firebird/security.fdb" -modify sysdba -pw london

Lösche Benutzer JOE auf dem lokalen Server:

 gsec -user SYSDBA -password masterkey -delete joe

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