Backup Datenbank

<< Datenbank Monitoring | IBExpert | Restore Datenbank >>

Die deutschsprachige Dokumentation wird seit dem 26. Juli 2016 nicht mehr gepflegt. Aktuelle und vollständige Dokumentation finden Sie auf der englischsprachigen Webseite: IBExpert Documentation


Backup Datenbank

Mit dem IBExpert Systemdienste Menüpunkt, Backup Datenbank, können Sie einen Backup oder eine Kopie einer Datenbank erstellen und speichern. Diese Datenbankkopie kann aus Sicherheitsgründen aufbewahrt werden, oder mit einem Datenbank Restore wegen der in Warum ist ein Datenbank Backup und Restore wichtig? genannten Gründen zurückgesichert werden.

Dieser Menüpunkt ist das Verwaltungsfenster für den Services API. Hier können Sie alles spezifizieren, das Sie auch auf der Kommandozeilenebene mit GBAK machen können.

Ein Datenbankbackup kann durchgeführt werden, ohne die Datenbankverbindung unterbrechen zu müssen; Benutzer dürfen weiterarbeiten, da Firebird/InterBase® ihre Multi-Generational Architektur verwendet, um einen Schnappschuss der Datenbank zum Zeitpunkt des Backupsstarts aufzunehmen. Alle Informationen, die durch committete Transaktionen zu diesem Zeitpunkt vorhanden sind, werden gesichert.

Zuerst wählen Sie die zu sichernde Datenbank von der Ausklappliste aller registrierten Datenbanken aus. Dann wählen Sie entweder einen bestehenden Backupdateinamen aus oder fügen Sie mit dem Insert File-Symbol (oder [Ins]-Taste) eine neue Backupdatei ein.

Mit dem [...]-Button rechts neben dem Dateinamenfeld können Sie eine bestehende Datei aussuchen oder mit Angabe des Laufwerks, des Pfads und des Backupdateinamens eine neue Datei festlegen. Bitte merken Sie, dass IBExpert nur Dateien auf dem Server erzeugt und nicht lokal (wie bei GBAK), weil IBExpert das Services API verwendet. Ein lokaler Backup kann nur mit GBAK? ausgeführt werden. Die Dateiendungen .GBK und .FBK werden traditionell für InterBase® beziehungsweise Firebird Backupdateien verwendet. Die Dateigröße muss nur angegeben werden, wenn Sie mit Sekundärdateien arbeiten. Alle Dateien in einer Mehrdateien-Datenbank werden gesichert (d.h. sowohl Sekundärdateien und Shadowdateien). Firebird/InterBase® versteht die Verbindungen zwischen Sekundärdateien und Shadows. Wobei das Betriebssystem arbeitet auf eine Datei-zu-Datei Basis, sichert Firebird/InterBase® immer alle Dateien in einer Datenbank.

Backup Optionen

  • Ignoriere Prüfsumme: Wenn diese Option aktiviert ist, werden Prüfsummenfehler in den Datenbank Header-Seiten, wo die Datenbankverbindungseigenschaften gespeichert werden, beim Backup ignoriert. Da Firebird und InterBase® üblicherweise den Backup beim Prüfsummenfehlern abbricht, ist das hier eine Möglichkeit einen Backup trotz Problemen zu forcieren. Merken Sie bitte, dass UNIX-Versionen Prüfsummen nicht verwenden.
  • Ignoriere Transaktionen in Limbo: Wenn diese Option aktiviert ist, werden Transaktionen in Limbo, d.h. Transaktionen die weder ausgeführt noch abgebrochen sind, beim Backup ignoriert. Nur die aktuellsten committed Transaktionen werden gesichert. So kann eine Datenbank gesichert werden, bevor korrupte Transaktionen wieder hergestellt werden. Normalerweise sollte in Limbo-Transktionen vor dem Backup wieder hergestellt werden.
  • Backup nur die Metadaten: Wenn diese Option aktiviert ist, wird nur die Datenbankdefinition (d.h. die Metadaten, die eine leere Kopie der Datenbank ergibt) gespeichert. (Wenn eine Datenbankkopie mit bestimmtem Dateninhalt benötigt wird,verwenden Sie die IBExpert Skriptausführung.)
  • Garbage Collection: Wenn diese Option aktiviert ist, wird die Garbage Collection (Speicherbereinigung) während des Backups ausgeführt. Wenn diese Option deaktiviert ist, kann der Backup wesentlich schneller durchgeführt werden. (Weitere Information finden Sie unter Garbage Collection.)
  • Alte Metadatenbeschreibung: Wenn diese Option aktiviert ist, werden alte Metadatenbeschreibungen im Backup berücksichtigt. Diese Option wird aus Kompatabilitätsgründen für ältere InterBase®-Versionen angeboten.
  • Konvertiere in Tabellen: Mit dieser Option werden beim Backup die Datenbankdaten in Tabellen konvertiert. Diese betrifft nur externe Dateien. In Firebird/InterBase® ist es möglich eine Tabelle als externe Datei zu erzeugen - diese Option konvertiert sie in interne Datenbanktabellen.
  • Das Auslösen Datenbank-/Transaktionstrigger verhindern: Dies ist die isc_dpb_no_db_triggers-Option in Zusätliche Verbindungsparameter gleich.
  • Format: Hier können Sie das Dateiformat für die Backupdatei auswählen. Transportierbar ist die empfohlene Defaultoption, denn in diesem Format kann die Backupdatei, wenn gewünscht, in verschiedene Firebird/InterBase®-Versionen zurückgesichert werden, d.h. die Daten und Metadaten werden in einem generischen Format gespeichert, im Gegensatz zur Option nicht transportierbar. (Vermerk: Wenn man einen Backup mit z.B. InterBase® 4 und einen Restore in Firebird 1.5 durchführt, werden Stored Procedures als Blobs zurückgesichert; also kann es sein, dass sie nicht gleich funktionieren.)
  • Verbose: Wenn diese Option aktiviert ist, wird ein detaillierter Protokol des aktuellen Datenbankbackupablaufs durch einen Schritt-für-Schritt Informationsstatus in der Ausgabelogdatei. Wählen Sie die Option Auf den Bildschirm oder Als Datei für die Ausgabe der Logdatei erzeugt (vergessen Sie nicht einen Dateinamen für den Protokoll zu definieren). Diese Option ist vom Nutzen, sollte der Backup fehlschlagen und der Grund dafür analysiert werden soll.

Nun können Sie den Backup starten. Wenn Sie die Protokollausgabe Option Auf den Bildschirm wählten, wird der Backupprotokoll auf der Ausgabe-Seite geloggt.

Über den IBExpert Menüpunkt, Datenbank / Datenbankregistrierungsinfo können Standard Backupdateinamen, -Pfade und -Laufwerke spezifizert werden, sowie Standard Backup - und Restoreoptionen. Diese Information darf bei der ursprünglichen Datenbankregistrierung angegeben werden (siehe Datenbank registrieren) oder zu einem späteren Zeitpunkt (siehe Datenbankregistrierungsinfo).

Unter normalen Bedingungen sollte der Backup problemslos, ohne Angabe der oben genannten Optionen, ablaufen. Wenn aber korrupte oder beschädigte Daten vermutet werden oder Probleme bereits entdeckt worden sind, ändern Sie das Format zu nicht transportierbar und markieren Sie die Ankreuzfelder Ignoriere Prüfsumme und Ignoriere Transaktionen in Limbo. Auch wenn diese Konfiguration nicht die übliche Datenbankkomprimierung bietet, ergibt es eine vollständige Kopie der Datenbank, die Sie dann versuchen können zu reparieren.

Es ist auch möglich die Datenbank über Systemdienste / Datenbankvalidation oder GFIX? zu validieren, bevor Sie mit Ihrem Backup fortfahren.

Wenn Sie den Backup/Restore Vorgang für Ihre Datenbanken automatisieren möchten, verwende Sie das HK-Software Service Centers IBExpertBackupRestore Tool. IBExpertBackupRestore ist ein umfangreiches Utility, das automatische Backup und Restore Möglichkeiten für Firebird und InterBase® Datenbanken bietet, mit Backupdatei Komprimierung und sogar eine Option, die Backup/Restore Logdateien automatisch per E-Mail zu versenden.

Siehe auch:
deutschsprachig:
Datenbankvalidation
englischsprachig:
ALTER DATABASE BEGIN BACKUP
ALTER DATABASE END BACKUP
Repairing a corrupt database
Restoring a backup to a running database
http://ibexpert.net/ibe/index.php?n=Doc.IBExpertBackupRestore
Automating the database backup and restore

zurück zum Seitenanfang

Warum ist ein Datenbank Backup und Restore wichtig?

Regelmäßige Backups schützen vor Hardwarefehler und Datenkorruption, die nicht mit den Firebird/InterBase® Verwaltungstools behoben werden können. Es ist wichtig, die Firebird/InterBase® Backup-/Restoretools dabei zu verwenden, auch wenn die meisten Netzwerke über ein Tool für Backup/Restore über das ganze Netzwerk verfügen, weil:

  • Betriebssystem-Backups benötigen exklusiven Datenbankzugang. Der Firebird/InterBase® Backup läuft neben den gleichzeitig laufenden Benutzerzugriffe auf der Datenbank. Firebird/InterBase® verwendet ihre Multi-Generations Architektur, um einen Schnappschuss der Datenbank zum Zeitpunkt des Backupsstarts aufzunehmen. Alle Information, die durch committete Transaktionen zu diesem Zeitpunkt vorhanden ist, wird gesichert.
  • Alle Dateien in einer Mehrdateien-Datenbank werden gesichert. Firebird/InterBase® versteht die Verbindungen zwischen den verschiedenen Datenbankdateien und den Shadowdateien. Das Betriebssystembackup verarbeitet Dateien eine nach der anderen und speichet sie in einer spezifizierten Datei oder auf einem spezifizierten Medium, so dass die verschiedenen Dateien in verschiedenen Versionen gesichert werden. So können sie nicht nach einem Restore weiterhin erfolgreich zusammen arbeiten. Der Firebird/InterBase® Backup sichert alle Datenbankdateien automatisch und korrekt.
  • Die verschiedenen Firebird/InterBase® Versionen verwenden verschiedene Datenbankdateiformate, so dass es unmöglich ist, eine Firebird/InterBase® Datei direkt von einer Betriebssystemumgebung in dem richtigen Format für eine andere Betriebssystemumgebung zu kopieren. Das Firebird/InterBase® Backuptool bietet ein transportierbares Format an, so dass die Datei auf beliebige Firebird/InterBase® Plattformen zurückgesichert werden kann. Vermerk: Wenn man einen Backup mit z.B. InterBase® 4 und einen Restore in Firebird 1.5 durchführt, werden Stored Procedures als Blobs zurückgesichert; also kann es sein, dass sie nicht gleich funktionieren.
  • Der Firebird/InterBase® Backup verwirft veraltete Datensätze und Indizes, was zu einen kleineren Backupdatei führt (siehe Garbage Collection (Speicherbereinigung) für weitere Information).
  • Leere Seiten werden auch automatisch während des Backups/Restores entfernt, was zu einer Verkleinerung der gesamten Datenbankgröße führt. Die Transaktionsnummer in der TIP wird auf Null zurückgesetzt (die Gesamtanzahl der Transaktionen, die in einer TIP aufgenommen werden können, ist circa 1,3 Milliarde!). Der Cache arbeitet eheblich effizienter nach einem Backup und Restore, da die Datenbankseiten neu sortiert werden. Vermerk: In Firebird 1.5 erlaubt der Speichermanager die automatische Speicherung von neuen Datensätzen in alten Seiten, ohne dass man zuerst einen Backup und Restore ausführt.
  • Während eines Firebird/InterBase® Backups werden die Integrität und die Referenzen für alle Datenbankobjekte, z.B. Domänen, Tabellen, Indizes, Views, Trigger, Prozeduren, Generatoren, Exceptions und Benutzerrechte geprüft.
  • Die Ausführung eines Backups/Restores ist die einzige Möglichkeit, nachträglich grundsätzliche Parameter, wie Seitengröße und die Verteilung einer Datenbank über mehrere Sekundärdateien, in der Datenbankstruktur zu ändern.

Es ist daher ratsam Datenbanken nicht nur regelmäßig zu sichern, sondern auch regelmäßig zurückzusichern (z.B. einmal monatlich).

zurück zum Seitenanfang

Siehe auch:
deutschsprachig:
Backup/Restore
Datenbankeigenschaften
Restore Datenbank
englischsprachig:
IBExpertBackupRestore
InterBase® and Firebird command-line utilities: GBAK
Firebird 2.0.4 Release Notes: Backup tools
Garbage collection
Firebird 2.0.4 Release Notes: Reworking of garbage collection
Recovering a corrupt database
Firebird for the Database Expert: Episode 4 - OAT, OIT and sweep
Garbage collectors
Firebird administration
Server and client backup strategies
Database repair
How to analyse and repair a corrupted database
Forced writes
Firebird for the database expert: Episode 3 - On Disk Consistency
Preventing data loss
Alternative database repair methods
Detect and avoid database errors
Tracking down crashes on Win32 systems
Tracking down crashes on Linux
Transaction options explained
Multi-generational architecture and record versioning

zurück zum Seitenanfang
<< Datenbank Monitoring | IBExpert | Restore Datenbank >>